Cosby - 19.10.2018 - Musik & Frieden

Cosby

Cosby

Die Auftritte des Münchner Quartetts COSBY im März, beim ersten Teil seiner Tour, wurden von den Fans wie der Presse gleichermaßen gefeiert. “COSBY überzeugen mit viel Gefühl”, so schreibt es Focus Online in ihrer Konzertrezession und der Internetblogger Schumyswelt spricht vom “Ganz großen Kino”. Zum poppigen Indie-Elektro-Sound der Do-it-yourself-Combo wurde getanzt, gehüpft und Mitsingen war selbstverständlich Pflicht. Im Mittelpunkt standen die Songs des neuen und zweiten Albums „Milestone“, die das Erlebte der vier aus den letzten beiden Jahren in all ihren Facetten erzählen. So haben sie beispielsweise die intensive Zeit an einer Schule in Malawi - auf welche sie Solaranlagen gebaut haben - in einen Song gepackt zu dem sie das Video vor Ort drehten.

 

COSBY wollen die Menschen aufrütteln und mit ihrer Musik geht das am besten. Befreit von Schwerkraft, Berührungsängsten oder Schubladendenken, greifen in COSBYs Universum schon immer ganz eigene Regeln, und binäre Oppositionen, die einander ausschließen, haben da wenig Platz. Man kann sehr wohl auf großen, strahlenden Electro-Pop stehen und dabei wie echte Indie-Macher alles selbst anschieben: Stücke schreiben, aufnehmen, ein eigenes Label gründen, die Kontrolle behalten und im richtigen Moment auch mal verlieren. Dieser gesunde, organische Indie-Spirit – das Fundament, auf das alles andere aufbaut, dieses schwer greifbare, pulsierende Gemisch aus enger Freundschaft, Hook-Verliebtheit, Weltverbesserungsstreben und vertontem Tatendrang. Aus dieser Haltung heraus schreiben und spielen COSBY Songs wie „neue US-Superhits", wie es der Bayerische Rundfunk einmal formulierte.