Patrick Richardt - 12.04.2017 - Privatclub

Patrick Richardt

Patrick Richardt

Foto: © Philip Lethen

 

Es gibt in diesem Land einen jungen Mann, der wirklich daran glaubt, dass es immer noch Sinn macht sich die Gitarre umzuhängen und das alte Klavier seiner Eltern mit seinen sehnigen Fingern zu zerschmettern, um Songs in die Welt zu schreiben und zu singen. Dieser Mann heißt Patrick Richardt, sieht aus wie eine Mischung aus River Phoenix & einem isländischen Fischerkutter-Matrosen, und wir glauben mit ihm.

 

Wir glauben, dass wir einen Mann brauchen, der gleichermaßen Knyphausen & Ton Steine Scherben & Bob Dylan & Bright Eyes in- und auswendig kennt, und sich die Finger blutig spielt, um dem Ganzen eine weitere Nuance zu geben. Patrick Richardt ist so unschuldig wie bestimmt auf der Suche nach dem Hit mit Soul. & mit seiner ersten Platte „So, wie nach Kriegen“ ist er da sehr häufig sehr nah dran.

 

Dieser rohe Charme, diese unschuldige Größe, diese glaubende Melancholie kann man nur erschaffen, wenn man Songs aufnimmt, nur damit sie das Gehirn verlassen. So etwas kann man nicht im Studio reproduzieren. Oder, wie wir uns damals ausgedrückt haben: “Für 1.000 Geigen im Himmel haben wir auch noch später Zeit!“ Lieder wie 'Lichterloh', 'Gleichstrom' oder die erste Single 'Adé Adé' haben unseren Kopf und unser Herz seitdem nie wieder verlassen.